Tätigkeitsbericht der Kärntner Suchtprävention und -koordination beschlossen

Der Tätigkeitsbericht 2025 der Kärntner Suchtprävention und -koordination wurde heute, Dienstag, in der Regierungssitzung beschlossen. Das teilte Gesundheitslandesrätin Beate Prettner im anschließenden Pressefoyer mit. Sie verwies auf die verschiedensten Projekte und Präventionsprogramme, die auch schon bei Kleinkindern als Zielgruppe ansetzen.

„Rund 22.000 Kinder und Jugendliche konnten wir 2025 damit erreichen“,

bilanzierte Prettner. Ziel der engagierten Arbeit aller beteiligten Stellen sei es, dass Sucht gar nicht erst stattfinde. 
Es gibt aber natürlich auch Programme für jene, die Suchtmittel bereits konsumieren – wie „way out“ in Kooperation mit dem Verein Neustart, Angebote wie Spritzentausch oder „My Drug Check“, ein niederschwelliges Angebot zur anonymen Substanzanalyse, das vor gefährlichen Verunreinigungen und Überdosierungen warnt.

„Wir wollen insbesondere Kinder und Jugendliche stark gegen Verlockungen machen“,

so Prettner weiter. Daher schule man Multiplikatoren, also Pädagoginnen und Pädagogen in Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen, und Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

„Wir informieren sie über die verschiedenen Angebote und zeigen, wie man Warnsignale erkennen kann“,

führte die Gesundheitsreferentin aus. Bisher seien ca. 500 Pädagoginnen und Pädagogen in Volkschulen sowie rund 200 Elementarpädagoginnen und -pädagogen geschult worden. An 80 Prozent der Schulen gebe es bereits mindestens eine Person, die außerdem im „plus“-Programm für Unter- und Oberstufe ausgebildet ist. Projekte gebe es aber auch für Lehrbetriebe, wo Ausbilderinnen und Ausbilder entsprechend geschult werden.
Die Gesundheitsreferentin, die selbst Ärztin ist, verwies auch auf die Gefahren, die von Nikotin – aktuell vermehrt in Form von Tabakbeuteln – Alkohol und Spielsucht ausgehen. Die Betroffenen würden immer jünger werden. Aufgestockt habe man die Behandlungsplätze in den AVS-Drogenambulatorien in Klagenfurt und Villach, hier gibt es seit kurzer Zeit 500 Plätze mehr. An Beratungs- und Behandlungsplätzen gebe es in ganz Kärnten über 2.300 – sie stehen auch Angehörigen von Betroffenen offen.
Weitere Informationen zum Thema HIER.
Quelle: LPD Kärnten